Unser Schulprogramm

Die Comenius-Schule stellt sich vor

Die Comenius-Schule in Bonnenbroich-Geneicken, Mönchengladbach wird von ca. 360 Schülern besucht.

Die Comenius-Schule ist eine wachsende zweizügige, erweiterte Ganztagsschule, die zusätzlich drei multinationale Vorbereitungsklassen führt. Sie bietet Pflichtunterricht an vier Nachmittagen und freiwillige Angebote an fünf Nachmittagen in der Woche. 

In unserer Mensa gibt es jeden Mittag drei Menüs zur Auswahl, eines davon vegetarisch und eines ohne Schweinefleisch.

Zusätzliche individuelle Förderung

Ein junges, begeistertes und innovatives Lehrerkollegium entwickelte ein neuartiges Deutsch-Förderprogramm für den Nachmittagsbereich in den Jahrgangsstufen 

5 und 6. In den Jahrgangsstufen 7 und 8 wird dieses Programm in Mathematik und Englisch durchgeführt. Dort wird in Lerninseln schülerorientiert auf verschiedenen Leistungsebenen gefördert.

Ein Schwerpunkt der Schule ist die Integration. 

Jeweils in einer der Parallelklassen der Klassenstufe werden Kinder im Gemeinsamen Lernen unterrichtet, d. h. Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf und Regelschüler lernen gemeinsam. Dabei wird die Lehrperson von einem Lehrer für Sonderpädagogik unterstützt. Außerdem integrieren wir Schüler, die erfolgreich unsere Vorbereitungsklassen durchlaufen haben, in unsere Regelklassen.

In das Schulleben eingebunden ist unser Schulsozialarbeiter sowie eine Sozial- und Erlebnispädagogin, welche Schüler, Eltern und Lehrer unterstützen und beraten.

Die Comenius-Schule bemüht sich um eine weitgehend hausaufgabenfreie Schularbeit. Im Rahmen des erweiterten Stundenrasters haben die Schüler die Möglichkeit, durch Fachlehrer betreut, Defizite aufzuarbeiten und Lernstoff zu vertiefen.

Im Rahmen von Wahlpflichtunterricht und Arbeitsgemeinschaften bietet die Schule Angebote, einige auch begleitet von außerschulischen Partnern, in den Bereichen:

AquaristikFotographie 
Kreatives Schreiben Klimaschutz / Nachhaltigkeit 
Schülerfirma Schulgarten
Stadtgeschichte Streitschlichtung
TraumberufeZeichnen
Sport:Fußball, Basketball, Hockey, Parcours, Badminton
Mittagsangebote:Theater, Strategiespiele, Singen, Fußball-freestyle, Schulband 
Erasmus+:Austausch mit europäischen Schulen

Ein weiterer Schwerpunkt der Schule liegt in der Berufswahlvorbereitung. Kernpunkte sind die Berufsvorbereitung ab Klasse 8 mit Potentialanalyse und die Schülerbetriebspraktika in den Schuljahren 9 und 10. 

Betriebsbesichtigungen, Bewerbungsseminare und Berufsinformationen der Agentur für Arbeit vermitteln weitere Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt.

Die Comenius-Schule ist eine bereits zum vierten Mal mit dem Berufswahl-Siegel zertifizierte Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung. Dazu gehört unter anderem die Betreuung der Neunt- und Zehntklässler durch zwei Berufseinstiegsbegleitungen; Hilfen durch unser Berufsorientierungsbüro, ein fester Praktikumstag in der Woche in der Klasse 10 A, dreiwöchige Schülerpraktika in den Klassen 9 und 10, sowie enge Zusammenarbeit mit unseren außerschulischen Partnern und Unternehmen, siehe auch Punkt 4.2.4 Kooperationen.

Abgerundet wird das Angebot der Schule durch die Teilnahme am Buddy-Projekt.

Die Comenius-Schule trägt das Siegel „Schulklima – Prima.“

Das Schulklima ist ein entscheidender Faktor. Ein Schulklima, in dem gegenseitige Wertschätzung und Anerkennung zwischen Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern gedeihen, das die Ermutigung und das Zutrauen zum Prinzip macht, das unterstützt und herausfordert und vor allem niemanden allein lässt, ein solches Schulklima wirkt leistungs- und auch gesundheitsfördernd. Das Schulklima wirkt hinein in alle Dimensionen der Qualitätsentwicklung: z. B. in Bezug auf die Lernkultur, die Lernergebnisse und – erfolge, die Lehrerprofessionalität und das Management. Das Schulklima ist bestimmend für das Schulleben und das Ethos in der Schulgemeinde. Um die notwendigen Aufgaben zur Qualitätsentwicklung erfüllen zu können, braucht die Schule vielfältige Unterstützung. Lehrer/innen und Eltern sind nicht nur Ziel aller Anstrengungen, sondern gleichzeitig unverzichtbare Akteure im Schulentwicklungsprozess. Deshalb muss die Verständigung untereinander stimmen.“ (Bertelsmann Stiftung, 2005, Prima Klima, S.4)

Die Qualitätsanalyse des Landes Nordrhein-Westfalen hat das Unterrichtsklima der Schule bei ihrem Besuch mit der Stufe 4 beurteilt: „Die Qualität ist exzellent, die Ausführung ist beispielhaft und kann als Vorbild für andere genutzt werden.“

Unser Schulprogramm ist ein Aktionsprogramm

Unser Schulprogramm verstehen wir als Handlungskonzept, das unsere Schule weiterbringen soll. Es ist besonders gekennzeichnet dadurch, dass eine Konsensbildung in grundsätzlichen Zielbestimmungen, die wir Prinzipien unserer Erziehungs- und Bildungsarbeit genannt haben, im Kollegium, in der Elternschaft und bei den Schülern angestrebt wird. Diese pädagogische Grundhaltung erfordert Kontinuität, wenn die Umsetzung gut gelingen soll.Andererseits ist unser Schulprogramm keine unveränderbare Größe, sondern ein dynamisches Aktionsprogramm, das sich an neue Sachverhalte anpassen kann und damit durch ständige Fortentwicklung veränderbar bleibt. Reflexion und Überprüfung der Ergebnisse in überschaubaren Zeiträumen vermeiden Stagnation und machen eine kritisch-planvolle Schulgestaltung möglich, die sich Veränderung zum Zweck der Verbesserung schulischen Lebens offen hält.

Leitbild des Miteinanders an der Comenius-Schule

An unserer Schule begegnen sich alle Menschen mit gegenseitiger Wertschätzung. Alle in der Schule gehen höflich und freundlich miteinander um. Verbindliche Regeln werden von allen konsequent beachtet und eingehalten.

Wir nehmen uns Zeit füreinander.

Fachliche, methodische und soziale Kompetenz werden an unserer Schule vorgelebt. Wir akzeptieren einander in unserer Unterschiedlichkeit. Gewalt in jeglicher Form wird an unserer Schule nicht toleriert.

Wir arbeiten miteinander in einer vertrauensvollen Atmosphäre.

Pädagogische Grundprinzipien

Ein Ziel von Integration ist das Erlernen von gegenseitiger Akzeptanz, die die Basis des sozialen Miteinanders darstellt. Alle Schülerinnen und Schüler kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen, Erwartungen, Ängsten, Stärken und Motivationshaltungen zur Schule. Jeder hat für sich ein individuelles Lebensmodell. An unserer Schule haben diese Modelle eine große Spannweite. Das bedeutet, dass der Unterricht in hohem Maße schülerzentriert ausgerichtet sein muss, um den Schülern mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden zu können.

Gerade beim Übergang in die Sekundarstufe, in eine neue Schulform, brauchen die Schüler Orientierung, Akzeptanz, Toleranz, Halt und emotionale Sicherheit. Sie sind abhängig von einem positiven Lernklima, das Offenheit erlaubt.

Unser pädagogischer Leitgedanke hat sich über Jahre des Zusammenlernens und Zusammenlebens immer wieder bewährt und gefestigt.

Soziales Lernen und Integration sind Schwerpunkte der schulischen Arbeit 

Soziales Lernen vollzieht sich erfolgreich u.a. bei der Bildung einer harmonischen Klassengemeinschaft. Dies setzt voraus, dass sich alle Lehrer und Schüler an der Comenius-Schule mit Respekt und Toleranz begegnen — ungeachtet der Religionen, Kulturen, Sprachen, Begabungen und/ oder verschiedenen Lernverhaltens. Die Comenius-Schule versteht sich als geschützter Raum aller Schüler dieser Schule, dies wird unterstützt durch Einhaltung höflicher und freundlicher Umgangsformen. Gewalt wird an der Comenius-Schule in keiner Weise toleriert

Für unsere Schüler ist es wichtig im Alltag zu bestehen, dies zu erlernen ist laut Bildungsauftrag eines der obersten Ziele.

Soziale Umgangsformen sind grundlegende Kompetenzen und somit unerlässlich in allen Lebensbereichen, um den Schülern grundlegende Befugnisse, die zu einer selbstbestimmten und verantwortungsbewussten Gestaltung des Lebens notwendig sind, zu vermitteln.

Dies kann von uns als Schule u.a. im Unterricht gefördert werden.

Kooperatives Lernen dient dazu, soziale Umgangsformen einzuüben. Die Schüler sollen lernen, konstruktive Kritik anzunehmen und auch zu äußern, sie werden so zu positivem Sozialverhalten ermutigt und zu mündigen Bürgern erzogen.

Aber auch außerunterrichtliche Veranstaltungen stärken zusätzlich die Klassengemeinschaft und somit das soziale Miteinander. 

Regelmäßige außerschulische Veranstaltungen sind z.B. Besuche des Odenkirchener Tierparks, Besuche der Kino-Wochen, Theaterbesuche, Fußballturniere, Kickerturniere, Museumsbesuche, Büchereibesuche, Ausflüge zum Borussia-Park, Wandern an der Niers und zum Schloss Rheydt.

Um die Kompetenz des Miteinanders noch weiter zu fördern, stehen in den Pausen sowohl einige Schüler als „Buddys“ für die Verwaltung und Ausgabe von Pausenspielen, als auch ausgebildete Schüler der Stufe 9 als Streitschlichter bereit. Hier helfen Schüler Schülern, dies fördert die Sozialkompetenz und hat nachweislich eine positive Auswirkung auf das gesamte Schulklima.

Wichtigste Voraussetzung für die Integration von Seiteneinsteigern ist es, die deutsche Sprache zu erlernen. An unserer Schule werden diese Schüler deshalb in drei besonderen Förderklassen unterrichtet. Das Erlernen und der Gebrauch der deutschen Sprache bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit in der Schule bis hin zum Schulabschluss und der Eingliederung in unsere Gesellschaft (siehe auch Punkt Förderkonzept).

Erziehungsarbeit

Das Einüben von Ritualen und das Erarbeiten und Einhalten von Regeln hilft den Schülern, den Schulalltag zu „meistern“ und Sicherheit im eigenen Verhalten und im Umgang mit Mitmenschen zu gewinnen. 

Dort wo viele Menschen auf engem Raum täglich friedlich zusammen arbeiten wollen, ist es wichtig, dass diese Regeln und Rituale eingehalten werden. 

Das beinhaltet u.a.:

Das benötigte Material für den Unterricht stellt eine Voraussetzung für die ausreichende Mitarbeit der Schüler dar und wird von selbigen mitgebracht, im besten Falle mit Unterstützung der Eltern.

Die Lehrenden legen Wert darauf, dass erklärte Arbeitsanweisungen von allen Schülern einer Lerngruppe befolgt werden. Zu den Arbeitsregeln zählt auch die häusliche Vorbereitung auf den Unterricht, auch, wenn wir eine hausaufgabenfreie Schule sind. 

Zielgerichtetes, effektives Arbeiten setzt das Erlernen von Ordnungsprinzipien voraus, die sich auf die Erstellung schriftlicher, mündlicher, künstlerischer, sportlicher, sozialer und anderer transparenter Leistungen beziehen. 

Lehrende der Comenius-Schule sehen es als eine wichtige Grundlage ihrer pädagogischen Arbeit an, Schüler zu Leistungen zu motivieren, dabei ist es von außerordentlicher Wichtigkeit, individuelle Fortschritte und Erfolge anzuerkennen. Die Einsatzbereitschaft aller Schüler wird unterstützt und bestärkt. 

Das Arbeitsverhalten der Schüler wird durch klare erzieherische Maßnahmen gefördert.

Ebenso wie das Arbeitsverhalten wird auch das Sozialverhalten mit Maßnahmen gefördert bzw., wenn nötig, sanktioniert. Wie an anderer Stelle schon erwähnt, ist ein geregelter Unterrichtsablauf von großer Bedeutung für die Unterrichtsqualität. 

An der Comenius-Schule werden Unterrichtsstörungen nicht toleriert und je nach Schwere und Häufigkeit geahndet, § 53 des Schulgesetzes regelt die Erzieherischen Maßnahmen.

Uns ist es wichtig, dass wir bei Verfehlungen der Schüler im Gespräch bleiben, mit den Schülern als auch mit den Eltern. Dies kann u.a. Folgendes beinhalten: 

  • Gespräche mit dem Schüler
  • Gespräche mit den Erziehungsberechtigten 
  • Einbeziehung der Schulsozialarbeit (Einzel- und Gruppengespräche)
  • Teilnahme am Unterricht in einer anderen Lerngruppe
  • Besondere Formen des Ordnungsdienstes, passend zum Vergehen
  • Schriftlicher Verweis
  • Täter-Opfer Ausgleich
  • Gespräch mit der Schulleitung

Sind diese erzieherischen Maßnahmen ausgeschöpft, wird eine Ordnungsmaßnahmen lt. Schulgesetz § 53 (3) in Erwägung gezogen.

Unterricht an der Comenius-Schule

Die in den Richtlinien, Lehrplänen, Standards und Kompetenzen für die Hauptschule in NRW genannten Prinzipien des Lehrens und Lernens sind für den Unterricht maßgebend. Am Gelingen von Unterricht sind Lehrende und Lernende gleichermaßen beteiligt. 

Die Schüler der Comenius-Schule werden in den jeweiligen Jahrgängen durchgängig von möglichst kleinen Pädagogen-Teams unterrichtet. Das Klassenlehrerprinzip ist dabei gültig. Eine gemeinsame Konzeption des Unterrichts (Inhalte und Methoden) trägt die Teamarbeit. Soweit möglich bereiten die Teams die Themen fächerübergreifend auf. 

Jahrgangsstufenbezogene Absprachen gewährleisten paralleles Arbeiten. Diese Vereinbarungen beziehen sich verstärkt auf Unterrichtsinhalte, -methoden und Leistungsbeurteilungen. 

Die Klassenleitungen sind mit vielen Stunden in der eigenen Klasse eingesetzt. Vor allem im projektorientierten Unterricht wie auch im Wahl-Pflicht-Bereich, werden Schülervorschläge und besondere Interessenlagen mit einbezogen. Schulinterne Arbeitspläne wurden erstellt und durch die jeweiligen Fachkonferenzen beschlossen. Kleingruppen werden gebildet, wenn es die organisatorischen und personellen Vorgaben erlauben. Der einzelne Schüler kann so stärker gefordert, angesprochen und/oder unterstützt werden. An der Comenius-Schule findet insbesondere das Unterrichtsprinzip der Handlungs-orientierung Berücksichtigung mit dem Ziel, eigenverantwortliches Handeln zu erlernen. Methoden, die angstfreies Lernen unterstützen und das Vertrauen in das eigene Können fördern, tragen zur Leistungsmotivation bei (u.a. differenzierte Aufgabenstellung, Partner-, Gruppenarbeit, offene Unterrichtsformen). Während eines festgelegten Zeitraums im Schuljahr werden an der Comenius-Schule wichtige, die Gemeinschaft oder die Gesellschaft betreffende Themen in Form von fächerübergreifenden Projekten verstärkt im Unterricht behandelt. Hierdurch soll das Problembewusstsein und die Verantwortungsbereitschaft der Schüler geweckt werden. 

Die Einbeziehung der Eltern in das Schulleben wird angestrebt durch Aktivitäten innerhalb eines Klassenverbandes, der Jahrgangsstufe und der Schulgemeinschaft. 

Die Lehrer tragen durch fachlichen Austausch und die Bereitschaft zu Fortbildungsmaßnahmen dazu bei, die Unterrichtssituation an der Comenius-Schule weiter zu entwickeln. 

Außerunterrichtliche Maßnahmen und die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen ergänzen die schulische Unterrichtsarbeit. 

Abschlüsse unserer Hauptschule: keine Einbahnstraße

Hauptschulabschluss nach Klasse 9 

Die Zensuren entscheiden über den Besuch der Klasse 10 Typ A oder B:

Klasse 10 Typ A: Sekundarabschluss I –           Hauptschulabschluss nach Klasse 10 

Klasse 10 Typ B: Sekundarabschluss I –           Fachoberschulreife oder

Klasse 10 Typ B: Sekundarabschluss I –           Fachoberschulreife mit Qualifikation 

zum Besuch der gymnasialen Oberstufe 

Die genauen Versetzungs-, Abschluss- und Qualifikationsbestimmungen für die Hauptschule können der APO –SI (§§21 u.24 und §§ 25 u. 40) entnommen werden.

Methodentraining

Das Einüben und Beherrschen bestimmter Methoden ist für unsere Schüler wichtig, da es sie in der täglichen Lernarbeit unterstützen und dazu beiträgt selbstständig und selbstbestimmt zu Lernen, zu Leben und zu Agieren Unser Methodenkonzept ist sehr vielseitig und ist im Anhang 10.2 zu finden. Es ist wohl so, dass wir unser Training immer wieder anpassen an die sich verändernde Schülerschaft als auch an neue Lehrwerke, unser Training versteht sich als dynamisches und immer veränderbarer Arbeitsmittel


[1] Allein aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für alle Geschlechter